KI-Readiness einfach erklärt

KI-Readiness ist der Reifegrad eines Unternehmens für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Er bemisst sich nicht an der Technik, sondern an fünf Dingen: Sind die Daten gepflegt und zugänglich, haben die Systeme Schnittstellen, sind die Prozesse beschrieben, wissen die Mitarbeiter, was KI kann und darf, und gibt es Regeln für Datenschutz und Freigaben. Wer diese Fragen beantworten kann, weiß, wo er anfangen sollte.

Bevor ein Unternehmen über KI-Projekte entscheidet, lohnt sich die Frage, wie gut es dafür aufgestellt ist. KI-Readiness ist der Begriff für diese Standortbestimmung. Sie hat wenig mit Technik zu tun und viel mit den Grundlagen, die in jedem Unternehmen anders aussehen. Ein Betrieb mit sauberem ERP, dokumentierten Prozessen und offenen Mitarbeitern kann in sechs Wochen produktiv sein. Ein Betrieb mit drei Excel-Welten und einem ERP ohne Schnittstelle braucht erst Vorarbeit.

Die fünf Dimensionen

Daten: Sind Stammdaten gepflegt, liegen Dokumente in einem System statt auf Laufwerken, gibt es eine Version der Wahrheit für Umsatz und Bestand? Systeme: Haben ERP, CRM und DMS Schnittstellen, oder muss alles über Exporte laufen? Prozesse: Ist beschrieben, wer was wann tut, oder steckt das Wissen in Köpfen? Mitarbeiter: Wissen sie, was KI kann und was nicht, und nutzen sie schon Werkzeuge, siehe Schatten-KI? Regeln: Gibt es Leitlinien für Datenschutz, Freigaben und den Umgang mit KI-Werkzeugen?

Ein Beispiel aus dem Alltag

Ein Handwerksbetrieb mit 80 Mitarbeitenden wollte Angebote mit KI beschleunigen. Die Standortbestimmung ergab: Preislisten in vier Excel-Dateien mit unterschiedlichem Stand, Angebote als Word-Dokumente auf Laufwerken, keine Schnittstelle zur Branchensoftware. Der erste Schritt war deshalb kein KI-Projekt, sondern eine Konsolidierung der Preislisten und die Ablage der Angebote im System. Danach lief die KI-gestützte Angebotserstellung in acht Wochen. Ohne die Vorarbeit wäre das Projekt gescheitert.

Wie Sie Ihren Stand ermitteln

Eine erste Einschätzung liefert unser KI-Readiness-Check in fünf Minuten. Eine gründliche Standortbestimmung mit Priorisierung der Use Cases ist Teil der KI-Beratung. Beides beantwortet dieselbe Frage: nicht ob KI, sondern womit anfangen und was vorher aufzuräumen ist. Der nächste Schritt ist dann meist ein Proof of Concept.

Nächster Schritt

Welcher Prozess kostet Sie die meiste Zeit?

Erzählen Sie es in 30 Minuten. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, ob KI dort hilft und was der erste Schritt wäre.