Generative KI einfach erklärt
Generative KI bezeichnet Systeme, die aus einer Eingabe neue Inhalte erzeugen: eine Antwort auf eine Kundenanfrage, eine Zusammenfassung eines Vertrags, einen Entwurf für ein Arbeitszeugnis. Die bekanntesten Vertreter sind Sprachmodelle wie ChatGPT, Claude oder Gemini. Im Unternehmen liegt der Nutzen vor allem in Entwürfen, die ein Mensch prüft und fertigstellt.
Generative KI ist die Form von Künstlicher Intelligenz, die seit 2022 die öffentliche Diskussion bestimmt. Sie unterscheidet sich von älteren KI-Verfahren dadurch, dass sie nicht nur erkennt oder sortiert, sondern erzeugt. Ein Dokument wird nicht nur als Rechnung erkannt, sondern das System kann eine Antwort auf die Rechnung schreiben, den Inhalt zusammenfassen oder eine Rückfrage an den Lieferanten formulieren.
Wie sie funktioniert
Die Grundlage sind Sprachmodelle, die an sehr großen Textmengen gelernt haben, welches Wort auf welches folgt. Daraus entsteht die Fähigkeit, auf eine Eingabe, den Prompt, einen passenden Text zu erzeugen. Das Modell versteht dabei nicht im menschlichen Sinn, sondern berechnet, welche Fortsetzung am wahrscheinlichsten ist. Das erklärt sowohl die erstaunliche Qualität als auch die Schwäche: Das Ergebnis klingt überzeugend, auch wenn es falsch ist. Dieses Risiko heißt Halluzination.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Eine Personalreferentin muss ein Arbeitszeugnis schreiben. Sie gibt Stellenbeschreibung, Tätigkeiten und die Bewertung der Führungskraft ein und erhält einen Entwurf in der üblichen Zeugnissprache. Statt 90 Minuten braucht sie 25, weil sie prüft und anpasst statt zu formulieren. Das Muster wiederholt sich in Vertrieb, Service und Buchhaltung: Das System liefert den Entwurf, der Mensch entscheidet.
Was im Unternehmen zu beachten ist
Generative KI gehört nicht an Stellen, an denen Fehler teuer sind und niemand prüft. Als Werkzeug für Entwürfe, Zusammenfassungen und Antwortvorschläge ist sie in den meisten Abteilungen sofort nützlich, siehe die Anwendungsfälle. Welche Daten in welches Modell dürfen, regelt der Datenschutz, siehe DSGVO und KI.
Nächster Schritt
Welcher Prozess kostet Sie die meiste Zeit?
Erzählen Sie es in 30 Minuten. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, ob KI dort hilft und was der erste Schritt wäre.