Prompt einfach erklärt

Ein Prompt ist alles, was man einem Sprachmodell als Eingabe gibt: die Aufgabe, der Kontext, Beispiele, Vorgaben zu Form und Ton. Je klarer der Prompt, desto brauchbarer die Antwort. In Unternehmensanwendungen schreibt nicht der Mitarbeiter den Prompt, sondern er steckt fertig in der Software, die Mitarbeiterfrage oder Dokument nur noch einsetzt.

Das Wort Prompt kommt aus dem Englischen und bedeutet Aufforderung oder Stichwort. In der Arbeit mit Sprachmodellen ist der Prompt die gesamte Eingabe, auf die das Modell reagiert. Das kann eine kurze Frage sein oder ein mehrseitiger Text mit Aufgabenbeschreibung, Hintergrundinformationen, Beispielen und Vorgaben, wie die Antwort aussehen soll.

Warum der Prompt so wichtig ist

Ein Sprachmodell hat kein Wissen über Ihr Unternehmen und keine Ahnung, was Sie erwarten, solange Sie es nicht sagen. „Schreib eine Antwort auf diese Reklamation“ liefert einen allgemeinen Text. „Schreib eine Antwort auf diese Reklamation im Namen des Kundenservice, sachlich, mit Entschuldigung für die Verzögerung, mit Hinweis auf den beigefügten Rücksendeschein, maximal 120 Wörter, Anrede Sie“ liefert etwas, das man fast unverändert senden kann. Der Unterschied liegt allein im Prompt.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Ein Vertriebsinnendienst nutzt einen Assistenten für Angebotsbegleitschreiben. Der Mitarbeiter sieht nur ein Feld: „Was soll im Begleitschreiben stehen?“ Im Hintergrund ergänzt die Software den Prompt um Firmenname, Ansprechpartner, Angebotsnummer, die Vorgabe zu Ton und Länge und drei Beispiele aus früheren Schreiben. Der Mitarbeiter muss das nicht wissen. Er bekommt einen Entwurf im Stil des Hauses.

Was das für Unternehmen bedeutet

In fertigen Anwendungen ist der Prompt Teil der Software und wird von denen gepflegt, die sie gebaut haben. Für Mitarbeiter, die frei mit einem Assistenten arbeiten, lohnt sich eine kurze Schulung, siehe Prompt Engineering. Beides bieten wir in Workshops mit Beispielen aus Ihrem Alltag an.

Nächster Schritt

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